Installation des Servers
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Voraussetzungen
- GNU/Linux Betriebssystem. Getestet wurden die Distributionen Debian, Ubuntu, SuSE und Fedora. Die Architektur der Hardware spielt dabei prinzipiell keine Rolle (getestet wurden Intel und ARM basierte Hardware).
- GNU C++ (g++)
- GNU Make
- ALSA Header Files
- Bei Debian und Ubuntu heißt das Paket libasound2-dev.
- Bei SuSE heißt das Paket alsa-devel.
- Bei Fedora heißt das Paket alsa-lib-devel.
- mpg123
- Minimale Version ist 0.66
- wakeboX Version 0.71 ist nun mit allen höheren Versionen kompatibel.
- Zur Nutzung einer 'Media Center Fernbedienung' muss die Kerneloption INPUT_EVDEV vom Kernel unterstützt werden und die entsprechenden Gerätedateien /dev/input/event[0-9] müssen verfügbar sein. Dies ist in allen gängigen Distributionen der Fall.
- Zur Nutzung des Remote Email Support (EXPERIMENTELL) wird ein exklusives POP3 Postfach benötigt.
- Zur Nutzung einer WS300 Wetterstation wird eine aktuelle Version von libftdi' benötigt.
- Zur Nutzung des selbst gebastelten Bedienteils ist ein Treiber (siehe Unterverzeichnis drivers) erforderlich, welcher wiederum die Kernelquellen oder zumindest die Kernelheaders (Paket linux-headers-<version>) des laufenden Kernels benötigt.
Installation
Herunterladen und Entpacken des Servers
Der wakeboX Server ist im Archiv wakebox-0.xx.tgz enthalten und kann über http://www.wakebox.de/download.html heruntergeladen werden.
Das Archiv kann anschließend in einer Shell mit dem Befehl
$ tar xvzf wakebox-0.xx.tgz
entpackt werden, wobei xx natürlich mit der entsprechenden Versionsnummer zu ersetzen ist.
Kompilieren des Servers
Zum Kompilieren des Servers wechseln Sie nun in das soeben entpackte Verzeichnis und dort in das Unterverzeichnis server:
$ cd wakebox-0.xx $ cd server
Dort rufen Sie das durch autoconf erzeugte Konfigurationsskript configure auf, welches die Voraussetzungen zum Kompilieren des Servers prüft und ein entsprechendes Makefile erstellt:
$ ./configure
Sollten sie eine Wetterstation (z.B. WS300) betreiben wollen, so rufen Sie anstatt dessen
$ ./configure --enable-libftdi
auf. Hierdurch wird die Verfügbarkeit der Bibliothek libftdi überprüft und die entsprechenden Quellen zur Unterstützung der Wetterstation werden zum Kompilieren vermerkt. Bitte stellen Sie in diesem Fall auch sicher, dass das Entwicklungspaket für die libftdi installiert ist. Unter Debian und Ubuntu geschieht dies mittels:
sudo apt-get install libftdi-dev
Nachdem configure fehlerfrei durchgelaufen ist, können Sie nun den Server mittels
$ make
kompilieren. Je nach Prozessor und Taktgeschwindigkeit kann dies etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Installation des Servers
Bevor Sie wakeboX installieren, stellen Sie sicher, dass Sie mpg123 entweder als Paket der Distribution oder durch Herunterladen, Kompilieren und Installieren von www.mpg123.de verfügbar haben.
Den kompilierten Server können Sie nun auf Ihrem System installieren. Dies muss als Administrator (root) geschehen. Wechseln Sie dazu den Benutzer mittels:
$ su
für die meisten GNU/Linux Distributionen bzw.
$ sudo su
für Ubuntu.
Sie sind nun root und können die Installation via
# make install
durchführen. Das Installationsskript stellt Ihnen hierbei ein paar Fragen:
Path to mpg123? [ /usr/local/bin/mpg123 ]
Dies ist der Pfad zur Ausführbaren Datei mpg123. Ist ein Vorschlag in eckigen Klammern verfügbar, können Sie diesen durch drücken der Eingabetaste übernehmen. Sollte der Vorschlag in eckigen Klammern leer sein, so ist das ein Hinweis, dass mpg123 noch nicht auf Ihrem System installiert ist oder die ausführbare Datei zumindest nicht in den Standard-Suchpfaden zu finden ist. Brechen Sie in diesem Fall die Installation mittels Strg-C ab und stellen Sie sicher, dass mpg123 verfügbar ist. Ohne mpg123 wird die Wiedergabe von mp3 Dateien und Internetradio nicht möglich sein.
Automatically start wbxd with system startup? [Y/n]
Dies ist die Frage, ob der Server (auch bekannt als Systemdienst) beim Hochfahren des Betriebssystems automatisch gestartet werden sollte. Ich empfehle Ihnen, hier mit Ja durch Tippen von y zu antworten. Ansonsten müssen sie den wakeboX Server nach jedem Neustart manuell starten, um dessen Funktionen zu nutzen.
The configuration files are stored in /usr/local/etc/wbxd and /usr/local/etc/init.d/wbxd. Do you want to install links in /etc to easily access these files? [Y/n]
Dies ist die Frage, ob Verknüpfungen im Verzeichnis /etc angelegt werden sollen, damit Sie leicht zu den etwas versteckteren Installationspfaden /usr/local/etc/wbxd und /usr/local/etc/init.d/wbxd gelangen können. Wenn Sie diese Frage mit Ja (y) beantworten (empfohlen), können Sie über /etc/init.d/wbxd den Systemdienst starten, stoppen oder neu starten bzw. über /etc/wbxd/ das Konfigurationsverzeichnis erreichen.
Starten des Servers
Der Server kann nun durch
# /etc/init.d/wbxd start
bzw.
# /usr/local/etc/init.d/wbxd start
gestartet werden. Der Start des Servers kann anschließend mittels
ps xw
überprüft werden. Die angezeigte Prozessliste sollte dann so etwas Ähnliches wie
23883 ? S<s 0:00 /usr/local/bin/wbxd -i -p /var/run/wbxd.pid -m /usr/local/bin/mpg123 -x /usr/local/bin/wbxmixer 23886 ? S< 0:00 /usr/local/bin/wbxmixer -n Ensoniq AudioPCI -i 0 -c 4 -t /tmp/D0C4EB2C8650_ 23887 ? S< 0:00 /usr/local/bin/mpg123 --aggressive --stereo --rate 44100 -s -R --remote-err 23888 ? S< 0:00 /usr/local/bin/mpg123 --aggressive --stereo --rate 44100 -s -R --remote-err 23889 ? S< 0:00 /usr/local/bin/mpg123 --aggressive --stereo --rate 44100 -s -R --remote-err
enthalten.
Glückwunsch! Sie haben jetzt einen laufenden wakeboX Server. Sie können den Benutzer root mittels
# exit
wieder verlassen und sich der Installation des wakeboX Clients widmen.
Konfigurieren des Servers
Seit wakeboX Version 0.70 muss keine Konfigurationsdatei mehr manuell bearbeitet werden. Die gesamte Konfiguration wird durch den Client verwaltet. Sollten Sie dennoch Interesse am Aufbau der Konfigurationsdateien haben, finden Sie diese (je nach Installation) unter /etc/wbxd/ bzw. /usr/local/etc/wbxd/.
Deinstallation des Servers
Sollten Sie den Server wieder deinstallieren wollen, können Sie dies als root (siehe oben) durch Aufruf von
# make uninstall
im Quellverzeichnis wakebox-0.xx/server tun. Um eventuelle Arbeiten an wakeboX Abläufen und Konfigurationen nicht zu löschen, bleiben die Konfigurationsdateien im Verzeichnis /usr/local/etc/wbxd erhalten. Diese müssen bei Bedarf manuell gelöscht werden.
